Die Pfarrei St. Georg Merscheid

Der Pfarrpatron Hl. Georg

Der Pfarrpatron der Pfarrei St. Georg Merscheid ist der Heilige Georg, dessen Gedenktag am 23. April gefeiert wird. Der Heilige Georg zählt zu den 14. Nothelfern. Als Schutzheiliger der Bauern, Schmiede und Soldaten wird er vor allem bei Krieg und Krankheiten angerufen. Zum Heiligen Georg beten auch die Bauern für gutes Wetter und zum Schutz der Haustiere.

Der Heilige Georg wird als Drachentöter dargestellt, so zeigt ihn auch die Holzskulptur, die in der Pfarrkirche zu sehen ist

 

Historie der Pfarrei

Im Jahre 1215 taucht der Ort Merscheid zum ersten Mal in einem Güterverzeichnis des Erzstifts Trier auf. In den Jahren 1350 bis 1723 war die Pfarrei Merscheid eine Filiale der Mutterkirche von Berg-Licht.

Auf dem heutigen Friedhof Merscheid stand die erste Kapelle, diese wurde im Jahre 1569 zum ersten Mal anlässlich einer Visitation erwähnt. 1716 wurde ein neues kleines Kirchenschiff angebaut, das 1758 vergrößert und erweitert wurde.

Am 18. Juni 1723 erhielt Merscheid den Status einer selbständigen Pfarrei, einschließlich Pfarrsitz. Die Filialen Elzerath, Haag, Rapperath und Heinzerath wurden nach und nach angeschlossen. Seit 2009 gehört die Pfarrei Merscheid nun der Pfarreiengemeinschaft Monzelfeld an.

 

 

Die Pfarrkirche

Die Pfarrkirche wurde 1826/27 unter der Amtszeit von Pfarrer Josef Schemer vollständig neu erbaut. Am 24. April 1831 wurde sie durch den Bischof Josef v. Hommer konsekriert zur Ehre des Heiligen Georg.

Erweitert und renoviert wurde die Kirche 1969/70, inclusive Turmsanierung unter der Leitung von Pfarrer Anton Kasper. Der Weihbischof Carl Schmidt führte am 17. Juni 1973 die Konsekration durch.

Die Pfarrkirche erhielt nach Sanierung des Turmes drei neue Glocken, die von einer Firma in Mabilion (Saarburg) hergestellt wurden. Alle Gläubigen hatten bei der Finanzierung der neuen Glocken durch die Kirchengemeinde mit ihren Spenden geholfen, sie kosteten insgesamt 46.000 DM. Die erste Glocke mit dem Ton f ist dem Pfarrpatron geweiht. Auf dieser Glocke ist die Inschrift "Seid wachsam! Widersteht dem Bösen fest im Glauben." eingraviert.

Den Ton as läutet die zweite Glocke, die den Patronen der Filialkirchen Heinzerath und Elzerath geweiht ist. Die Inschrift "St, Petrus-Paulus-Kosmas-Damian", macht dies deutlich. Hier ist auch eine Inschrift mit den Worten des Hl. Petrus zu finden: "Hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben."

Auf der Angelusglocke (Ton c) findet sich ein Bild der Muttergottes und die Inschrift: "Was er euch sagt, das tut."

Die vorhandene vierte Glocke stammt aus dem alten Morbacher Geläute von 1923.

Kapellen und Wegkreuze

Die Friedhofskapelle

Die Friedhofskapelle, die im Juli 1977 fertiggestellt und eingesegnet wurde, entstand in erheblichem Maße in Gemeinschaftsarbeit der Merscheider Bürger, eine Eigenleistung von 1.200 Stunden wurde zur Verfügung gestellt. Das Kreuz auf der Dachspitze wurde von Werner Martini angefertigt. Aus Rücklagen, Waldüberschüssen sowie aus Spenden finanziert kostete die Friedhofskapelle mehr als 40.000 DM.

Das Heiligenhäuschen

Südwestlich des Dorfes Merscheid an der K 80 zwischen Merscheid und dem Ortsteil Hölzbach ist das Heiligenhäuschen zu finden. Der Ort lädt durch die schattenspendenen Bäume und einer Sitzgarnitur zum Verweilen ein. Die Pieta, die seit 1997 dort aufsteht lädt zum Beten ein. Viele Votivtafeln haben im Inneren der Kapelle ihren Platz gefunden, womit sich Gläubige für eine Gnade, welche ihnen im Leben zuteil wurde, bedanken.

Lange fanden Prozessionen der Gläubigen zu diesem Ort statt, was aber duch den zunehmenden Straßenverkehr eingestellt wurde. Vor allem Merscheider Frauen schmücken die Kapelle und halten diesen schönen Platz in Ordnung.

Kreuz an der Dorflinde

Das Kreuz an der Dorflinde wurde 1983 vom Morbacher Bildhauermeister Otwin Bonnekoh angefertigt. Eine Erneuerung der Sitzgelegenheit und der Linde fand in den 1990 er Jahren statt. Dieer Platz wirkt sehr idyllisch in der Mitte des Dorfes und ist sehr beliebt zum Rasten für Wanderer und wird auch gerne von der Dorfjugend als Treffpunkt genutzt.

Schabbachskreuz

Das Schabbachskreuz steht im Oberdorf von Merscheid. Ein massiver Sockel mit Inschrift, trägt das aus Stein geschlagene Kreuzigungsmotiv. In einer Nische unterhalb der Kreuzigungsgruppe findet eine Pietà von 1755 ihren Platz. In früheren Jahren wurde an dieser Station der Fronleichnamaltar aufgebaut, was jedoch durch die Verschiebung der Dorfstraße nicht mehr sinnvoll erscheint.

Friedhofkreuz

Früher stand dieses Kreuz in der Mitte des Friedhofes, hier soll sich der Altar der alten Kirche vormals befunden haben. 1985 wurde es versetzt in Richtung Schule, ebenfalls wurde es mit einer Überdachung aus Holz vor Witterungseinflüssen geschützt.

Das Kreuz ist etwa drei Meter hocht. Unter einer Kreuzigungsgruppe befindet sich eine Pietà aus rotem Sandstein. Das Kreuz stammt aus dem Jahr 1760, wie eine Inschrift verrät. Das Werk ist in ländlichem Barock ausgeführt.

Maschtheises-Kreuz

Ungefähr 300 Meter oberhalb des Heidhofs befindet sich dieses Kreuz, das von Stellmacher Josef Bernard im Jahre 1875 errichtet wurde und welches in 2007 vom Heimatverein an gleicher Stelle erneuert wurde. Hier kam Matthias Bernard, der Bruder,  bei einem Unglücksfall ums Leben.

Bildstock an der "Dicken Eiche"

Aus Dankbarkeit über seine Heimkehr aus der russischen Gefangenschaft ließ Paul Schabbach am Westende des alten Sportplates "auf der Heide" diesen kleinen Bildstock errichten. In dieser kleinen, vergitterten Mariengrotte steht eine Terrakotta Madonna.

vgl.: Michael Schneider, Merscheider Ortschronik, S. 239-275

Kirchliches aus der Filiale St. Peter und Paul Heinzerath

Zunächst gehörte Heinzerath zur Pfarrei Bischofsdhron und wurde im Jahr 1803 zur Filiale von Merscheid.

Die Kapelle in Heinzerath stammt wohl aus dem 13. oder 14. Jahrhuntert, worauf die spätgotischen Element ebenfalls hinweisen.