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Wahlen zum Kirchengemeinderat

Im Frühjahr 2022 wird in der neuen Kirchengemeinde St. Christophorus derKirchengemeinderat gewählt. Herzlich sind Sie eingeladen hierzu Kandida- ten zu suchen und vorzuschlagen oder auch sich selber ins Spiel zu bringen. In dieser Zeit, in der sich viele Zukunftsfragen für Kirche vor Ort in einer neuen Qualität stellen, benötigt die neue Pfarrgemeinde auch weiterhin engagierte Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Neben diesem Rat wird es vor Ort auch sog. „lokale Teams“ geben, die nicht gewählt werden, sondern sich aus Leidenschaft und Liebe für die Kirche vor Ort bilden und beauftragt werden!!

Fünf gute Gründe für die Rätewahl zu kandidieren:

  • weil Sie mit Ihren Erfahrungen die Zukunft mitgestalten wollen,
  • weil Sie mit anderen zusammen etwas bewegen wollen,
  • weil Sie sich für ein gelingendes Miteinander der Menschen vor Ort engagieren wollen,
  • weil Sie der Kirche ein Gesicht und Ihrem Glauben eine Stimme geben wollen,
  • weil Sie mit der Rätearbeit ein selbstbewusstes Glaubenszeugnis geben.

Kandidieren! Mitwählen! Mitbestimmen!

„Eine Kirche, die Jesus und dem Evangelium vom anbrechenden Reich Gottes folgt, setzt auf die Würde und Verantwortung aller Ge- tauften."
Alle Christen sind eingeladen, das kirchliche Leben vor Ort mitzugestalten, Schwerpunkte zu setzen und Ihre Ideen in Kultur und Gesellschaft hineinzutragen: Glauben teilen. Verantwortung teilen.

Das lokale Team sorgt vor Ort.

Pfarreien, die keinen eigenen Pfarrgemeinderat bilden, sondern Mitglieder direkt in den Pfarreienrat wählen oder bereits fusionierte Pfarreien können zur Koordinierung der pastoralen und diakonischen Aufgaben auf der Ebene der Pfarrei bzw. eines „Pfarrbezirks“ lokale Teams bilden. Ziel ist es, das gemeindliche Leben vor Ort auf- rechtzuerhalten, zu fördern, weiterzuentwickeln und zu unterstützen.

Zur Bildung eines lokalen Teams besteht keine Verpflichtung, aber in bereits fusio- nierten Pfarreien hat es sich als gut und hilfreich erwiesen. Das lokale Team über- nimmt die Verantwortung dafür, dass das kirchliche Leben vor Ort lebendig bleibt. Dabei sollen und müssen die Mitglieder des lokalen Teams nicht alles selbst und alleine tun. Gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern, die entsprechend der persönlichen Möglichkeiten zur Mitarbeit gewonnen werden, gestaltet das lokale Team das kirchliche Leben vor Ort. Zur Unterstützung ist es hilfreich, wenn eine Person aus dem Seelsorgeteam als Ansprechperson benannt wird. Eine enge Zusammen-arbeit mit den gewählten Gremien ist unerlässlich.

Die lokalen Teams sind besonders für diejenigen eine gute Möglichkeit das Leben vor Ort mitzugestalten, die lokale Verantwortung übernehmen wollen, sich aber nicht für vier Jahre in einem Rat binden möchten. Im Gegensatz zu den Pfarrge- meinderäten gibt es für ein lokales Team keine entsprechende verbindliche Ord- nung. Das ist bewusst so, um der Vielfalt und den unterschiedlichen Situationen Rechnung zu tragen. Die Menschen vor Ort können selbstorganisiert die passende Form und Arbeitsweise beraten, die aufgrund der pastoralen Situation (ländlich oder städtisch, große oder eher kleine Pfarrei bzw. Pfarreien gemeinschaft) unterschied- lich sein kann. Das lokale Team kann sich dazu entscheiden, ein Ort von Kirche zu werden. In diesem Fall hätte es auch Stimmrecht in der Synodalversammlung des Pastoralen Raums

Wie kann solch ein Team gebildet werden?

Die in den Kirchengemeinden gewählten Mitglieder können zusammen mit dem Pastoralteam zu einer Pfarr- bzw. Gemeindeversammlung einladen. Im Rahmen dieser Versammlung kann die Möglichkeit eröffnet werden, ein lokales Team zu bilden. Es ist sinnvoll, die Mitglieder der verschiedenen Gruppierungen (z.B. Chöre, Frauengemeinschaft, Kommunionhelfer, Jugend,...) gezielt dazu einzuladen, ebenso alle Interessierten aus der Pfarrei bzw. des Pfarrbezirks. Im Rahmen dieser Zusammenkunft kann über die Arbeitsweise und die Aufgaben des lokalen Teams beraten werden. Auf dieser Grundlage können sich dann Menschen bereit erklären, in diesem Team mitzuarbeiten.

Koordination und Vernetzung:

Es könnte sinnvoll sein, dass bei einem großen lokalen Team (mehr als 5 Personen) ein Mitglied die Koordination übernimmt. Diese Person sollte kurz vor einer Sitzung noch einmal alle an den Termin erinnern und die Sitzung moderieren. Zur Entlas- tung dieser Person kann vereinbart werden, dass die koordinierende Person jährlich wechselt. Es hat sich bewährt, die Ergebnisse von Beratungen schriftlich festzuhal- ten. Dies kann abwechselnd durch die Mitglieder des Teams geschehen.

Vernetzung zum Kirchengemeinderat einer fusionierten Pfarrei:

Für jedes lokale Team sollte ein/e Ansprechpartner/in benannt werden. Diese Per- son kann auch Mitglied im lokalen Team werden. Dies ist aber nicht zwingend not- wendig. Das lokale Team muss seine Planungen mit dieser Person absprechen, da- mit die Veranstaltungen und Termine in der Pfarrei sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können. Es empfiehlt sich, dass in jeder Sitzung des Kirchengemeinderates in Tagesordnungspunkt „Berichte aus den lokalen Teams“ aufgenommen wird.

Es kann erforderlich sein, dass dem lokalen Team zur Erfüllung seiner Aufgaben ein Budget zur Verfügung gestellt werden muss.

Ansprechpartner/in im Seelsorgeteam:

Aus dem Seelsorgeteam sollte eine Person benannt werden, die Ansprechperson für das lokale Team ist. Die Aufgabe dieser Person könnte sein, das lokale Team mit zu initiieren und dem Prozess der Zusammenarbeit beratend zur Seite zu stehen (z.B. Moderation der Pfarr- oder Gemeindeversammlung zur Gründung des lokalen Teams,... Moderation des ersten Treffens des lokalen Teams,... Moderation von Re- flexionsterminen und Konfliktbearbeitung etc.).

Häufigkeit der Treffen:

Zwei Treffen im Jahr sind sinnvoll. Bei Bedarf kann es aber auch häufigere Treffen geben. Es kann auch sinnvoll sein, Projektgruppen zu gründen (z.B. um ein Pfarrfest vorzubereiten oder eine Fronleichnamsprozession zu organisieren).

Information über die Arbeit:

Das lokale Team sollte über die Ergebnisse einer Sitzung informieren. Dies kann durch die ortsüblichen Medien, z.B. Pfarrbrief, Homepage, Aushang etc. geschehen.

Bekanntmachung und Beauftragung des lokalen Teams:

Wenn sich ein lokales Team gebildet hat, kann es sinnvoll sein (je nach örtlicher Situation und Gegebenheit) eine Beauftragung zum Dienst auszusprechen. Dies kann vom Pfarrer übernommen werden. Für die Bekanntgabe und Veröffentlichung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: im Rahmen eines Gottesdiens- tes, durch Veröffentlichung im Pfarrbrief, auf der Homepage und durch andere orts- übliche Medien.

Unterstützung:

Der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier unterstützt die Arbeit der lokalen Teams mit Qualifizierungsangeboten und Bera- tungsformaten

Die Chancen sind:

  •  Lokale Teams sind eine Chance, sich auch außerhalb einer „starren“ Rätestruktur zu engagieren.

  • Die Mitarbeit in Lokalen Teams ist zeitlich flexibel, weil man nicht an Wahlperioden gebunden ist.

  • Lokale Teams können sehr kreativ und selbstorganisiert agieren, weil sie nicht an eine feste Ordnung gebunden sind.

  • Lokale Teams können flexibel auf Ereignisse vor Ort reagieren.

  • Lokale Teams können fließend sein, man kann einsteigen, aber auch wieder aussteigen. Sie können sich als „Ort von Kirche“ verstehen.

  •  Lokale Teams bieten die Chance zum Mittun auch für Menschen, die sich nicht so eng mit der Kirche verbunden fühlen.

  • In lokalen Teams können sich nicht nur Katholiken engagieren, sondern alle Menschen aus dem Sozialraum.